Der Fachkräftemangel in der Europäischen Union beeinflusst auch die wirtschaftliche Situation in Österreich. Besonders hoher Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern besteht im Bauwesen, in der Informatik und Elektrotechnik. Ähnlich verhält es sich im Gesundheitssektor, wo sich der Mangel an geeignetem Personal besonders bemerkbar macht.
Was macht ein Immobilienentwickler?
Woran liegt es, dass junge Menschen in Österreich trotz guter Perspektiven oft nicht die gewünschte Arbeitsstelle finden? Hohe Abbruchquoten an Schulen und Universitäten sowie ein Wohnsitz in einer ländlichen Region ohne Karrierechancen sind die Hauptgründe für eine erfolglose Jobsuche. Viele Jugendliche haben keine genauen Vorstellungen von ihrem Traumberuf. Dabei bietet Österreich einen vielseitigen Arbeitsmarkt mit generell guten Chancen in vielen Branchen. Eine starke Nachfrage verzeichnet etwa der Immobiliensektor. An der Realisierung von Immobilienprojekte sind Immobilienentwickler beteiligt. Experten, wie der aus Linz/Oberösterreich stammende Ing. Andreas Hammertinger, übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben von der Immobilienplanung über die Fertigstellung des Hauses bis zur Immobilien-Vermarktung. Ein Immobilienentwickler ist in der Lage, Märkte zu beobachten und zu analysieren und geeignete Grundstücke zu identifizieren. Die Immobilienspezialisten entwickeln Bauprogramme, kümmern sich um Genehmigungen, um Finanzierung und Bauausführung. Beruflicher Erfolg ist in diesem Job nur durch harte Arbeit erreichbar. Um als Immobilienentwickler tätig zu sein, sind ein höherer Schulabschluss, Studium oder handwerkliche Ausbildung notwendig. Die Tätigkeit ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und bringt viele Herausforderungen mit sich. Die Bereitschaft, kreativ zu denken und neue Lösungsansätze zu finden, ist in diesem Beruf enorm wichtig.
Das Aufgabengebiet eines Immobilienspezialisten
Immobilien sind bleibende Werte. Ein Haus oder eine Eigentumswohnung muss den größtmöglichen Nutzen bieten. Gleichzeitig ist bei der Bauplanung zu beachten, dass die Immobilie auch ins Stadtbild passt und im Portfolio eines Immobilienunternehmens vermarktet werden kann. Die Einhaltung gesetzlicher Standards, Richtlinien und Normen spielen bei der Planung und Realisierung von Bau- und Sanierungsprojekten eine große Rolle. Immobilienentwickler identifizieren Flächen- und Gebäudepotenziale und berechnen deren Nutzbarkeit. Bei der Bewertung von Immobilienkonzepten greifen die Experten auch auf bereits bestehende Risikobewertungen und Analysen zurück. Investitionen sollen profitabel und zukunftsorientiert sein. Das Ziel besteht darin, ineffiziente Gebäude und ungenutzte Flächen bestmöglich in bewohnbare oder gewerblich zu nutzende Immobilien zu verwandeln. Das Aufgabengebiet eines Immobilienentwicklers umfasst auch das Qualitätsmanagement, um sicherzustellen, dass Häuser und Wohnungen höchstem Standard entsprechen. Meist sind Immobilienfachleute Mitglieder eines interdisziplinären Teams, das aus Architekten, Juristen und Handwerkern besteht, die den Bauherren bei seinem Bauvorhaben begleiten. Die Ausübung dieses verantwortungsvollen Berufs erfordert analytisches, lösungsorientiertes Denken, Kreativität und kommunikative Kompetenz.
Ein Karriereweg mit interessanten Optionen
Der Karriereweg bietet interessante Optionen. So werden Immobilienentwickler in städtischen Bereichen ebenso eingesetzt wie in der privaten Immobilienwirtschaft. Das Stadtbild zukunftsorientiert zu gestalten, ist eine spannende Aufgabe. Viele Immobilienspezialisten in Österreich sind in Agenturen, die auf den Weiterverkauf von Bestandsimmobilien spezialisiert sind, tätig. Ein Routinejob ist die Immobilienentwicklung jedoch nicht. Abhängig vom Projekt können sich die Arbeitszeiten über das übliche von „9 bis 17 Uhr“ hinaus bis spätabends erstrecken. Einsätze am Wochenende, um die pünktliche Fertigstellung eines Hauses zu gewährleisten, sind keine Seltenheit. Immobilienagenturen und andere Arbeitgeber sind größtenteils an einem längerfristigen Beschäftigungsverhältnis interessiert. Vielversprechende Ansätze zur Mitarbeiterbindung sollen dazu beitragen, guten Fachkräften berufliche Perspektiven zu bieten.
